Karriere-Ăśberblick
Ich bin Program Manager und Systems Engineer mit über 15 Jahren Erfahrung in der Abwicklung komplexer Programme, der Führung funktionsübergreifender Teams und dem Aufbau von Organisationsstrukturen. Meine Erfahrung erstreckt sich geografisch über Europa und die Vereinigten Staaten — in Industrie, Wissenschaft und öffentlichen Einrichtungen, mit Schwerpunkten in Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und digitaler Transformation.
Mein Fokus liegt auf der Schnittstelle von Program Governance, Systems Thinking und organisatorischer Reife: der oft unsichtbaren, aber entscheidenden Arbeit, ambitionierte Projekte tatsächlich zum Laufen zu bringen — und die Infrastruktur (technisch wie organisatorisch) aufzubauen, die dafür sorgt, dass sie es bleiben.
Schwerpunkte
Systems Thinking — Wie große Organisationen wirklich funktionieren. Wo Engpässe entstehen. Wie man schnell vorwärtskommt, ohne dabei das System zu beschädigen. Die meisten Probleme in Programmen sind nicht technischer Natur — sie sind strukturell.
Program Governance — Die Disziplin, schwierige Dinge tatsächlich abzuliefern. Phase Gates, Risikoregister und Steuerungsstrukturen, die Pläne von der Realität trennen.
Digitale Transformation — Wie sich Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung auf KI, Automatisierung und neue Betriebsmodelle einstellen. Nicht der Hype. Das praktische, oft mühsame Geschäft des Wandels.
Berufserfahrung
Collins Aerospace (Kidde-Deugra Brandschutzsysteme)
Programm Manager Juni 2024 – heute · Deutschland
Meine aktuelle Rolle liegt an der Schnittstelle von Verteidigungssystemen und organisatorischem Wandel. Ich leite Programme im Bereich Brandschutz und Sicherheitssysteme für militärische Bodenfahrzeuge in EMEA und auf globalen Plattformen — mit einem jährlichen Portfoliovolumen von über 15 Mio. € für Kunden im Verteidigungssektor. Gleichzeitig arbeite ich an der organisatorischen Infrastruktur dahinter: ERP-Modernisierung, Verbesserung des Risikomanagements und der Aufgabe, einen globalen Unternehmensrahmen auf lokaler Ebene tatsächlich zum Funktionieren zu bringen. Die technischen Probleme sind selten die schwierigen.
CAE GmbH
Senior Project Manager Juni 2021 – Mai 2024 · Stolberg, Deutschland
CAE entwickelt die Simulationssysteme, an denen Streitkräfte trainieren — Full-Motion-Flugsimulatoren, synthetische Umgebungen, Einsatzvorbereitungstools. In Stolberg verantwortete ich die Lieferung und Integration von Simulatorsystemen für die deutsche und österreichische Bundeswehr, in enger Zusammenarbeit mit Airbus und multinationalen Verteidigungspartnern, über Verträge mit einem Volumen von jeweils über 10 Mio. €. Neben der Programmabwicklung war ich an der Angebotsentwicklung und Business Development beteiligt — was bedeutete, sowohl die Sprache des Engineerings als auch die der Verteidigungsbeschaffung zu sprechen, oft im selben Gespräch.
University of Alabama in Huntsville (UAH)
Project Manager / Principal Investigator Juni 2015 – April 2021 · Huntsville, Alabama, USA
Sechs Jahre bei der UAH erstreckten sich über zwei Forschungszentren und zwei sehr unterschiedliche Rollen — eine stark technisch geprägt, die andere eher organisatorisch — und diese Kombination hat mein heutiges Verständnis von Programmmanagement wesentlich geprägt.
Rotorcraft Systems Engineering and Simulation Center (RSESC) (2015–2019)
Ich kam zur UAH zunächst als Ingenieur. Als Principal Investigator leitete ich Hardware- und Softwareentwicklung für ISS-Nutzlastprojekte in Zusammenarbeit mit der NASA und dem US-Verteidigungsministerium — Aufbau von Bodensystemen, Compliance-Tests und Feldeinsätze für atmosphärische Forschungsmissionen auf Flugplattformen. Forschungstaugliche Hardware unter extremen Bedingungen zum Laufen zu bringen, lehrt Dinge, die kein Governance-Framework vermitteln kann.
- ORACLES — Namibia Research Adventure - Ein Forschungsprojekt, das meine Perspektive verändert hat
Center for Space Plasma and Aeronomic Research (CSPAR) (2019–2021)
Das zweite Kapitel bei der UAH war eine andere Art von Herausforderung. Als Project Manager für CPU2AL — ein mit 20 Mio. USD von der NSF gefördertes, institutionenübergreifendes Programm mit neun beteiligten Universitäten sowie Partnern aus Industrie und Behörden — ging es weniger um die Wissenschaft selbst als darum, ein weitverzweigtes, vielschichtiges Vorhaben kohärent zu halten. Reviews, Berichterstattung, Subunternehmersteuerung und Kommerzialisierungsstrategie für plasmabasierte Technologien mit Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, der Fertigung und der Medizin. Komplexe Stakeholder-Umgebungen und mehrdeutige Aufträge: eine gute Vorbereitung auf fast alles, was danach kam.
Deutsches Zentrum fĂĽr Luft- und Raumfahrt (DLR)
Team Lead / Human Space Flight Operations Engineer Januar 2009 – Februar 2015 · Köln, Deutschland
Hier begann meine Karriere nach meinem Studium. Das Human Space Flight Team des DLR in Köln arbeitet im Herzen der europäischen ISS-Forschung — und sechs Jahre lang war ich Teil dieser Maschinerie. Ich war verantwortlich für die Durchführung von über 30 materialwissenschaftlichen Experimenten in Schwerelosigkeit und koordinierte den Betrieb des Materials Science Laboratory (MSL) mit ESA, NASA, Airbus und internationalen Forschungspartnern. Es war methodische, verantwortungsvolle Arbeit, die Präzision und Geduld in gleichem Maße forderte. Ich modernisierte die Bodeninfrastruktur durch VMware-basierte Virtualisierung der Missionskontrollsysteme — eine frühe Lektion darüber, dass organisatorische und technische Verbesserungen oft Hand in Hand gehen. Zudem war ich einer der zentralen DLR-Beiträger zur CIRCE-Initiative (EU FP7), einem behördenübergreifenden Vorhaben zur Sicherung und Nutzung wissenschaftlicher ISS-Daten im europäischen Forschungsraum.
- SpaceTech13 — Master’s Degree - Masterstudium in Systems Engineering und Business, Vertiefung in Weltraumtechnologie und Systemdenken.
Mitgliedschaften & Engagement
International Astronautical Federation (IAF)
Chair, Workforce Development / Young Professionals Programme Committee (2018–2023)
Die IAF verbindet Raumfahrtagenturen, Industrie und Wissenschaft in mehr als 70 Ländern. Ich bin seit 2007 Teil dieser Gemeinschaft. Für meine Beiträge zur IAF und der Raumfahrtbranche insgesamt wurde ich beim International Astronautical Congress 2017 in Adelaide als Young Space Leader ausgezeichnet. In den folgenden Jahren übernahm ich den Vorsitz des Workforce Development / Young Professionals Programme Committee und hielt diese Position fünf Jahre lang — mit dem Ziel, globale Strategien zur Förderung der nächsten Generation der Raumfahrt zu entwickeln und die Wege zwischen Wissenschaft, Behörden und Industrie zu stärken.
- IAF — International Astronautical Federation - Meine Erfahrung in einer führenden internationalen Organisation
Project Management Institute (PMI)
Mitglied · Director of Academic Outreach, North Alabama Chapter (2016–2018)
Als Director of Academic Outreach des PMI North Alabama Chapter arbeitete ich daran, die regionale PM-Community mit dem Forschungs- und Universitätsökosystem in Huntsville zu verbinden — einem der dichtesten Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsstandorte der USA. Diese Brücke zwischen Praktikern und Wissenschaftlern zu bauen, über Institutionen mit sehr unterschiedlichen Kulturen hinweg, war eine eigene Art von Programmmanagement-Herausforderung.
Ausbildung
Space Systems Engineering (MSE)
TU Delft · Delft, Niederlande Abschluss September 2011
Das SpaceTech-Programm der TU Delft brachte Ingenieure, Manager und Politikexperten aus der globalen Raumfahrtbranche für ein intensives, international ausgerichtetes Curriculum zusammen — mit Integration von Systems Engineering, Projektmanagement und Betriebswirtschaft. Meine Abschlussarbeit entwickelte einen Business Case für ein neuartiges Erdbeobachtungssystem (MOBEO) — eine frühe Erfahrung damit, dass technische Eleganz und wirtschaftliche Tragfähigkeit zwei verschiedene Probleme sind, die gemeinsam gelöst werden müssen. Das Programm hat mir eine systemische Denkweise mitgegeben, die ich seitdem nicht mehr abgelegt habe.
Elektrotechnik — Diplom (FH)
Hochschule Niederrhein · Krefeld, Deutschland Abschluss Februar 2009
Eine Ingenieurausbildung handelt im Kern von Randbedingungen — zu verstehen, was ein System leisten soll, was es nicht kann, und wie man die Lücke schließt. Diese Denkweise hat mich weit über Schaltkreise und Embedded Systems hinaus begleitet und zeigt sich heute darin, wie ich an Program Governance, Organisationsdesign und die Lücke zwischen dem herangehe, was ein Unternehmensrahmen verspricht, und dem, was ein lokales Team tatsächlich braucht.
- YES2 — Young Engineers’ Satellite 2 - Wie das Praktikum, ĂĽber die Diplomarbeit den Weg meiner Karriere beinflusst hat.
Zertifizierungen
- Project Management Professional (PMP) — PMI
- PMI Agile Certified Practitioner (PMI-ACP) — PMI
Kontakt
Interesse an einem Austausch ĂĽber Programmmanagement, organisatorische Herausforderungen oder digitale Transformation?
- E-Mail: Patrick.Hambloch@aerolios.de
- LinkedIn: linkedin.com/in/patrickhambloch
Zuletzt aktualisiert: März 2026